World Conference of Futures Research 2015

Turku Impressionen

Halten sozio-kulturelle Szenarien einer empirischen Überprüfung stand? Diese Frage beantworten Christine Stuck von aveniture und Wolfgang Plöger vom Lab4Innovations auf der World Conference of Futures Research 2015. In einer Eigenstudie haben die Experten der Advanced Foresight Group drei Szenarien zur Zukunft unserer Gesellschaft erstellt und validiert. Sie veröffentlichen damit erste Ergebnisse aus dem Gemeinschaftsprojekt der Advanced Foresight Group zum Thema „Zukünfte der Gesellschaft“.

Die Szenariotechnik hilft mögliche Zukünfte greifbar zu machen und zu beleuchten. Sie liefert Zukunftsbilder, mit denen eine perfekte Entscheidungsgrundlage für Unternehmen, Verbände und den öffentlich Sektor geschaffen werden kann und ist die wahrscheinlich verbreitetste Methode der Zukunftsforschung. Oft jedoch, verpuffen die aufwendig erarbeiteten Szenarien im Unternehmensnirvana, da Entscheider sich auf Daten und Fakten stützen und nicht auf ungesicherte Vorstellungen möglicher Zukünfte. Das gilt in besonderer Weise für so weiche Themen, wie sozio-kulturelle Veränderungen.

Das ist ein vertracktes Problem für Zukunftsexperten, passend zum Motto der diesjährigen Konferenz in Turku: „Futures Studies Tackling Wicked Problems“. Unsere Fallstudie zeigt, dass sozio-kulturelle Szenarien mit dem von Lab4Innovations entwickelten Tool Monitoring Social Change (MSC) empirisch überprüft und validiert werden können. Wenn sozio-kulturelle Szenarien den Daten- und Faktencheck bestehen, wächst ihnen in Strategie- und Entscheidungsprozessen die Bedeutung zu, die ihnen gebührt.

Mehr dazu erfahren Sie hier, nach dem wir unser Projekt unter der nahenden Midsommarnachtssonne vorgestellt haben. Wir sind stolz unsere Arbeit dort präsentierten zu dürfen und freuen uns auf einen intensiven Austausch mit so hervorragenden Zukunftswissenschaftlern wie Sohail Inayatullah, Thomas Lombardo und weiteren einzigartigen Experten aus der Welt der Zukunftwissenschaften und der praktischen Zukunftsarbeit.

Foto: sbamueller Turku_4595 auf Flickr (CC BY-SA 2.0)

Die Aveniture GmbH aus Freinsheim in der Pfalz ist der Partner für Unternehmen, die sich erfolgreich neuen Märkten und Technologien zuwenden oder Risiken besser erkennen und beherrschen wollen. Dazu setzt Aveniture auf in der Praxis bewährte Vorgehensweisen und Methoden vor allem aus der Zukunftsforschung. Der Kopf und die treibende Kraft hinter Aveniture ist K. Christoph Keller. Er ist einer der wenigen universitär ausgebildeten Zukunftsforscher in Deutschland und Ingenieur. Er verfügt über 15 Jahre Forschungs- und Industrieerfahrung als professioneller Innovator, mit neuen Technologien, im Innovationsmanagement sowie im New Business Development bei der Analyse, Bewertung und Initiierung von Zukunftsgeschäften. Er lehrt Zukunftsforschung an der FU Berlin sowie an der FH Emden.