VDMA – Außenwirtschaftstag 2015

Fotograf: Andreas Böttcher, Frankfurt am Main

Wir sind stolz, dass unser Partnerunternehmen aveniture den Außenwirtschaftstag 2015 des Verbands der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) maßgeblich mitgestalten wird. Unter dem Titel „Global aktiv – gut gewappnet für Krisen“ treffen sich am 02. Oktober 2015 Geschäftsführer und Führungskräfte aus den Exportbereichen des Maschinenbaus aus ganz Deutschland, um sich in Frankfurt mit der Frage zu befassen wie sie überraschende Veränderungen im globalen Umfeld frühzeitig erkennen und sich angemessen darauf vorbereiten können. In einem Impulsvortrag von K. Christoph Keller und fünf Workshops erhalten die Teilnehmer ein Lagebild zu den Risiken in ihren Exportmärkten, erarbeiten Ideen, wie sie ihr Unternehmen möglichst effizient auf diese Risiken vorbereiten können und erhalten methodische Anregungen zum Einstieg in die strategische Risikovorsorge für geopolitische Entwicklungen.

Die Szenario-Beschreibungen, die wir der Einladung des VDMA entnommen haben, tragen spannende Titel und erzählen beachtenswerte Geschichten:

  • Sturm im Südchinesischen Meer

    Es gibt zwischen China, seinen asiatischen Nachbarn und auch mit der westlichen Welt zahlreiche Reibungspunkte; zuletzt waren Anti-Dumping-Verfahren und die Spannungen im Südchinesischen Meer in der Presse. Das Szenario geht davon aus, dass die Konflikte eskalieren und der Westen Sanktionen gegen China verhängt, die von China prompt mit Gegensanktionen bei wichtigen Rohstoffen und Exportgütern erwidert werden. Im Workshop werden, ausgehend von diesem Szenario, Konsequenzen und Handlungsoptionen für Unternehmen mit und ohne Investitionen in China erarbeitet.

  • Pulverfass China

    Nach außen gelingt es der chinesischen Regierung, ein relativ geschlossenes Bild vom inneren Zustand des Landes zu vermitteln. Aber es gibt teilweise erhebliche Spannungen. Insider berichten von 300 bis 500 Protestkundgebungen pro Tag mit verschiedensten Auslösern, z. B. Umweltverschmutzung, Enteignungen, politischer Machtmissbrauch, ethnische Spannungen. Das Szenario geht davon aus, dass solche Unruhen zu lokalen Destabilisierungen führen. Um Harmonie und Einheit im Land zu bewahren, verkündet die Zentralregierung eine drastische Reduktion der Einfuhren und Förderung der heimischen Wirtschaft. Im Workshop werden die Auswirkungen für lokal von Unruhen betroffene Unternehmen sowie die Auswirkungen auf Investitionen und Projekte deutscher Unternehmen vor Ort erarbeitet.

  • Euro-Ende über Nacht

    Griechenland hat gerade erst gezeigt, wie kritisch die Situation des Euro auch nach 5-jähriger Krise noch ist. Wahlen in südeuropäischen Staaten (z. B. Portugal im September und Spanien Ende 2015) können zu ähnlichen Ergebnissen wie in Griechenland führen. Die Stabilisierungsmaßnahmen in Italien und Frankreich zeigen bisher noch nicht die gewünschte Wirkung und mit Österreich ist inzwischen auch ein vermeintlich stabiles Euroland in eine prekäre Situation geraten. Im Workshop wird ein plötzlicher Zerfall des Euros durchgespielt. Welches sind die Folgen und was bedeutet es für die Unternehmen?

  • Explosion im Mittleren Osten

    Seit Jahrzehnten ist der Mittlere Osten ein Pulverfass. Bis heute sind Konflikte immer lokal begrenzt und die internationalen Auswirkungen überschaubar geblieben. Das Szenario geht davon aus, dass der seit Jahren im Untergrund schwelende Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien militärisch eskaliert und die und die Anbindung der Arabischen Ölfelder über die Straße von Hormus gekappt wird. Eine damit einhergehende Destabilisierung Saudi-Arabiens hat auch Sperrung des Suezkanals zur Folge. Im Workshop werden die Auswirkungen eines stark gestiegenen Ölpreises und einer Sperrung des Suezkanals sowie das Wegbrechen der Absatzmärkte im Mittleren Osten diskutiert.

  • Brexit – Großbritannien verlässt die EU

    Voraussichtlich wird es 2016 zu einer Volksbefragung im Vereinigten Königreich über den Verbleib in der EU kommen. Der Ausgang ist offen, genauso wie die zeitliche, rechtliche und wirtschaftliche Umsetzung (freier Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr, Niederlassungsfreiheit) des EU-Austritts und die Folgen für die Separationsbestrebungen auf der Britischen Insel und im übrigen Europa. Der Schwerpunkt des Workshops wird auf den Auswirkungen eines schnellen britischen EU-Austritts für deutsche Investitionen und Exportmöglichkeiten liegen.

In den Workshops beim VDMA wird herausgearbeitet,

  • welche Auswirkungen das Eintreten des jeweiligen Szenarios für Unternehmen (z. B. Auswirkungen auf Lieferfähigkeit, bestehende Verträge, Umsatz, Investitionssicherheit, Mitarbeiter und deren Sicherheit, Produktion, Absatzmarkt, Schutzrechte/IP) hat.
  • welche operativen und strategischen Maßnahmen ergriffen werden können, um diese Risiken abzuwenden bzw. die Folgen zu beherrschen.
  • wie die Portfolios mit den TOP-Maßnahmen aussehen.

 
Die Veranstaltung ist exklusiv für Mitglieder des VDMA.

Wir von der Advanced Foresight Group sind mehr als gespannt auf die Rückmeldungen und Ergebnisse!

Fotograf: Andreas Böttcher, Frankfurt am Main