New Mobility World 2015

kumiyama00 by Ken OHYAMA / Flickr (CC BY-SA 2.0)

Der Vortrag von Bernhard Albert, Inhaber von Foresight Solutions, auf der New Mobility World am 24. September 2015 in Frankfurt am Main, war ein Publikumsmagnet. Titel seines Vortrags: „Urbanisierung: Ausblick in die Zukunft intelligenter Städte“. Die New Mobility World des Deutschen Verbands der Automobilindustrie ist die deutsche Leitmesse zum Thema Smart City. Als erste globale Plattform für moderne Infrastruktur hat sie das Ziel, Mobilität und soziale Entwicklung in intelligenten Umgebungen zu verbessern. Die mit hochkarätig besetzten Ausstellern besetzte Veranstaltung fand im Rahmen der Internationalen Automobilausstellung (IAA) statt.

Die drei Kernbotschaften seines Vortrags:

1. Wenn städtische Infrastrukturen flächendeckend mit smarten Technologien ausgestattet sind, werden neue Lösungen für die Elektromobilität, die multimodale Mobilität mit integrierten Sharing-Konzepten, die Steuerung von Verkehrsströmen, eine effektive Umweltüberwachung, ein modernes Stadtmarketing, integrierte Bildungsangebote und ein besserer Schutz und mehr Sicherheit für die Bürger möglich. Ist die Grundversorgung sichergestellt, lassen sich bereits bestehende Konzepte und innovative Ideen erfolgreich umsetzen. Derzeit vorhandene Diskussionen zur Begrenztheit solcher Angebote und Möglichkeiten resultieren vor allem aus noch lückenhaften Netzen mit fragmentierten Datenflüssen, in denen Pilotprojekte bereits zeigen können, was intelligente Infrastrukturen in Zukunft zu leisten vermögen.

2. Im Zeitalter der Miniaturisierung und des Internets der Dinge kann praktisch alles mit smarten Technologien ausgestattet werden, jede Straßenleuchte, jede Ampel, jeder Poller und jeder Container. Vorläufer solcher Entwicklungen ist das Smartphone, das auf kleinstem Raum ungezählte Funktionen bereit stellt. Ein gutes Beispiel für zukünftige Möglichkeiten im städtischen Raum sind intelligente Straßenleuchten. Diese werden nicht nur leuchten und sich automatisch unterschiedlichen Helligkeitserfordernissen anpassen, sondern auch Ladedosen für Elektrofahrzeuge, Ruf- und Notrufmelder, WLAN-Hotspots, Informationssysteme, Kameras, Lautsprecher und Umweltsensoren bereit stellen. Mit ihrer Hilfe werden eine Vielzahl von Daten generiert, die die Entstehung weiterer zukunftsweisender Angebote befördern.

3. Smarte Städte benötigen smarte Verwaltungen. In der vertikal strukturierten Stadt mit ihren Dezernaten, Abteilungen und Zuständigkeiten wird noch zu selten quer und ganzheitlich gedacht, zudem sind viele Funktionen in wirtschaftlich agierende Eigenbetriebe ausgelagert. In Innovationsforen und Zukunftswerkstätten können Dezernats- und abteilungsübergreifende Task Forces gemeinsame Visionen von den städtischen Infrastrukturen der Zukunft entwickeln, um diese dann in konzertierten Aktionen umzusetzen. So wird durch die Zusammenfassung vorhandener Budgets eine Innovationsspirale in Gang gesetzt werden, die der intelligenten Stadt den Weg ebnet und von der die Städte und ihre Verwaltungen ebenso profitieren wie ihre Bürger.

Bild: kumiyama00 by Ken OHYAMA / Flickr (CC BY-SA 2.0)