Huddle 2017 in Berlin – Zukunftsforscher treffen sich – ein Konferenzrückblick

Christoph Keller im Austausch

Schon zum dritten Mal findet das Huddle des Instituts Futur statt. Organisiert und getragen wird es dabei durch die Studenten des Masterstudiengang Zukunftsforschung der Freien Universität Berlin.

Die Advanced Foresight Group war natürlich auch dabei. Die Idee eines Huddles ist der gegenseitige Austausch. Dabei berichten Menschen aus ihren Praxis-Erfahrungen und Studenten stellen Ihre Arbeiten vor. Damit die Gemeinschaft auch Spaß macht, lässt man den Abend feiernd ausklingen.

Aber vorher geht die Reise in die Zukunft. Im lockeren Austausch streifen wir zuerst die kommende Woche, dann die nächsten 5 Jahre, ehe wir dann im Jahr 2050 landen. Dort ist ein Löffel kein Löffel mehr. Er ist ein Objekt mit einer ganz anderen Bedeutung. Es gibt natürlich auch ganz andere Dinge im Leben, die relevant sind. Ob es der Glücksvisualisierer ist, oder die EU Armee, die fast keine Soldaten mehr besitzt. Ideen werden gemeinsam gesammelt, denn Zukunft muss Spaß machen. Visualisiert werden die Ideen der Teilnehmer von Nele Fischer, die damit die Zukunft auch begreifbar macht.

Die Impulse waren in diesem Jahr vielfältig. Das Format hieß 8Inputs: 4x Methode und 4x Inhalt und dazu dann 4×2 Thementische wo es jeweils in einer Stunde um Feedback und das Sammeln von Inhalten geht. Angefangen mit Volkswagen, einem Konzern der völlig im Umbruch ist, wo die Zukunft immer eine größere Bedeutung erlangt. Danach ging Stefanie Ollenburg der Frage nach, wie normative Zukunftsforschung und der Prozess des „Research through Design“ miteinander harmonieren und über Umsetzungsideen Zukunft gestalten.

Weiter ging es mit der Toolebene. Wie können wir denn „Urbane Zukunft“ explorieren? Für Timo Szcepanska und Max Priebe ist völlig klar, dass hier simuliert werden muss. Direktes Feedback an die Forscher noch während der Planungsphase wäre ein Idealzustand für jegliche Simulation.

Wenn es darum geht, Experten mittels eines Delphis einzubinden, dann steht der Zukunftsforscher bislang vor der Qual der Wahl, welches Tool er nutzen will. Michael Schönmoser, angehender Zukunftsforscher, hat sich das Feedback seiner Kommilitonen erbeten, denn er will das Delphis endlich auch Spaß machen. Daher fragte er insbesondere nach Feedback zu möglichen Spaßfaktoren.

Nach dem Mittag stieg Christian Schoon mit der Verwaltung ein und berichtete live, wie es sich anfühlt, hier Impulsgeber zu sein.
Der passende Spruch dazu: „Die Zukunft geht auf die Verwaltung zu, aber nicht die Verwaltung auf die Zukunft“ gehört natürlich auf ein T-Shirt.
Abgerundet wurde das Programm mit Themen wie der Obsoleszenz, den schrumpfenden Städten in Ostdeutschland als auch der Frage, wie Gemeinschaft durch Gemeinschaft hergestellt wird.

Klar ist, dass Zukunftsforscher ein so unterschiedliches Arbeitsspektrum aufweisen, dass der Zwang zum gegenseitigen Austausch besteht.  Daher ein dickes Danke für die Organisation an das Institut Futur und die Masterstudenten Zukunftsforschung für die Organisation des Huddle 2017!

Bilder vom Huddle gibt es auch bei uns auch auf Facebook .

Die Advanced Foresight Group wird den Austausch der Zukunftsforscher weiter fördern. Dazu wird es zusammen mit dem Kapitel 21 erste gemeinsame Veranstaltungen im Herbst 2017 geben. Ebenso beteiligen wir uns an dem 10. Jahrestreffen des Netzwerkes Zukunftsforschung, welches am 19. Oktober 2017 in Berlin stattfindet.

 

André Winzer studierte Internationale Betriebswirtschaftslehre an der Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und an der Jönköping International Business School (JIBS) mit dem Schwerpunkt Internationales Management. In seiner beruflichen Vergangenheit sammelte er Erfahrungen beim schwedischen Business Inkubator Creative Center, dem indischen Open Source Start-Up Azri Technologies sowie als Technology Exploration Scout bei den Telekom Innovation Laboratories (T-Labs) in Berlin. Im Jahre 2006 gründete er die Schaltzeit GmbH die sich seit mittlerweile 10 Jahren mit dem Thema Innovation und Strategic Foresight auseinandersetzt. Er ist Mitbegründer der Advanced Foresight Group, Mitglied des Netzwerks für Zukunftsforschung und des Kapitel 21 der Ernst Reuter Gesellschaft. Seit mehr 3 Jahren ist er beratend für das Fraunhofer IAO Innovationsnetzwerk Produktionsarbeit 4.0 tätig.